Elo®zuchtvon Laab im Walde

Elo® v. Laab i. Walde: Einsatz mit rumänischen Straßenhunden

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Mogli, Emil, Deena:

Über ein Praktikum bei unserem Tierarzt kam Hannah in den Kontakt zu organisierten Tierschützern, die Hunde aus einer Tötungsstation in Rumänien nach Österreich bringen. Hannah konnte einige Hunde an gute Plätze vermitteln, doch für manches Tier, das ihr dort aufgefallen war, fand sie nicht auf Anhieb eine Unterkunft. Freunde und auch wir selber nahmen vereinzelt Tiere zu uns, päppelten sie auf und ließen sie zur Ruhe kommen. Wegen des Zuchtbetriebes hielten wir das allerdings in Grenzen.

Muki, genannt „Mogli“, war der erste Ankömmling. Seine Geschichte findet sich unter den Artikeln zur Instinktsicherheit.

Fluffy, ein kastrierter Rüde, Rauhhaarmischling, war unser zweiter Gast. Ausgehungert wie er war, beschäftigte er sich die ersten Tage mit Fressen und Zunehmen. Dann begann ein Prozess, in dem er von unseren Hündinnen nicht nur geduldet, sondern schrittweise aufgenommen wurde. Wir nannten Fluffy liebevoll „König der Stadtstreicher“, denn er strahlte große Autonomie aus und signalisierte stets starke Bereitschaft, eigene Wege zu gehen. Doch im Laufe von Wochen und Monaten fasste er Fuß in der für ihn ungewohnten häuslichen und örtlich gebundenen Situation. Er knüpfte Bande speziell zu den Junghündinnen Karla und Nono und wusste manches Familienmitglied mit seinem Charme um den Finger zu wickeln. Er war ungekrönter „König unseres Anwesens“….dies allerdings ohne Rangkämpfe.

Nach einigen Monaten war zu spüren, dass er eine Bezugsperson speziell für sich allein suchte. Gut eingebettet in das Elo®-Rudel hatte er zu innerem Gleichgewicht zurückgefunden, und nun schien sich eine neue Phase anzukündigen. Justament zu dem Zeitpunkt erschien bei uns eine hundeerfahrene Familie mit größeren Kindern, die eigentlich einen Elo®-Welpen wollten. Es war nicht so, dass die Familie eine Chance gehabt hätte: Fluffy eroberte in kürzester Zeit die Kinder und setzte sich dann zu der Person, die eigentlich keinen Hund wollte, dem Vater. Eine halbe Stunde hat es gedauert, dann war vom Vater zu hören: „Wenn überhaupt ein Hund, dann dieser verrückte Kerl.“
Vom ersten Moment an hat dieser so souveräne Hund, der nun Emil heißt, sich an die Familie, besonders aber an den Mann gebunden. Gleich beim ersten Spaziergang hat dieser ihn ohne Leine begleitet; Emil lässt seinen Herrn nicht für längere Zeit aus den Augen, erwartet ihn, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt…zwei streichen durch die Welt!
Rückblickend haben wir den Eindruck, dass trotz aller Verschiedenartigkeit unsere Elo® und der autonome Mischlingshund Fluffy, genannt Emil, sich so problemlos verstanden haben aufgrund der beiderseits vorhandenen gesunden Instinkte.

Deena, Schäfer-Aussie-Mix, kam zu uns und beschäftigte sich, wie auch Fluffy zuvor, erst einmal mit Nahrungsaufnahme.
Sie entpuppte sich in manchen Situationen dann als unsichere Hündin, die einen starken Halt brauchte.
Das Rudel wirkte für sie wie ein Ruhepol. Wenn sie „aufdrehte“, ihre Bellanfälle bekam, schraubten unsere Hündinnen sofort ihre Lautstärke und Aktivität herunter, pflegten aber unauffällige räumliche Nähe. So wirkten sie ausgleichend.
Deena fand recht bald einen wunderbaren Platz.